Die Fraktion FWG/Grüne fordert die Stadt auf, sich am Aufruf der Bundesregierung zum
Energiesparen zu beteiligen und selbst mit gutem Beispiel voranzugehen.
Sie zitieren in ihrem Antrag aus dem vom Wirtschaftsministerium vorgelegten Arbeitsplan
Energieeffizienz: „Der günstigste und effizienteste Beitrag zu mehr Unabhängigkeit [von
russischen Lieferungen] ist weniger Energieverbrauch. Jede nicht verbrauchte
Kilowattstunde hilft auch, Kosten für die teuren fossilen Energien zu sparen. Sprich: Wer
Energie spart, schont den Geldbeutel, schützt das Klima und stärkt das Land.“
Die FWG-Stadträtinnen beantragen, dass die Stadt einen Katalog mit Sofortmaßnahmen erstellt, wie
Energie, insbesondere Gas, ohne oder mit geringen Investitionen eingespart werden kann. „Dies
sollte in Kooperation mit Nutzern der städtischen Liegenschaften wie Schulen, Feuerwehren,
sozialen Einrichtungen und Sportvereinen erfolgen, um auf mögliche Versorgungsengpässe
bestmöglich vorbereitet zu sein und verantwortungsvoll mit den knappen und
klimaschädlichen Energierohstoffen umzugehen,“ heißt es in dem Antrag.
Die Stadtwerke und das Institut für Energietechnik IfE, das das Klimaschutznetzwerk der ILE
betreut, könnten mit dem dort vorhandenen Know-how eingebunden werden.
Die FWG Stadträtinnen Silvia Ragaller, Else Rauch und Brigitte Pollok-Will nennen in ihrem
Antrag auch einige Beispiele – von der Beleuchtung über Hausmeisterschulungen und
engmaschiger Überprüfung der Energieverbräuche bis hin zum Ausbau der Energieberatung
und zusätzlichen Anreizen zum Energiesparen.
Stadträtin Brigitte Pollok-Will hatte dazu in der vergangenen Woche im Hauptausschuss
bereits nachgefragt und Maßnahmen gefordert, schließlich würden bei etlichen Gebäuden,
die im Besitz der Stadt sind, Gas zur Heizung und Warmwasserbereitung eingesetzt. Und sie
hatte auch gefordert, dass man bei allen anstehenden Sanierungsarbeiten, betreffe es
Schulen, Turnhallen oder den Stadtplatz, eine zukunftsfähige Energieversorgung ohne Gas
und Öl ebenso mitplanen müsse wie Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel, also
an Hitze, Dürre und Starkregen.